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Merkblatt Legalisation

21.01.2021 - Artikel

1. Einholung der öffentlichen Urkunde

Die Deutsche Botschaft Algier legalisiert nur Originale öffentlicher Urkunden, die von algerischen Standesämtern oder Gerichten ausgestellt wurden. Zwar macht die Legalisation grundsätzlich keine Aussage über die inhaltliche Richtigkeit der Urkunde, trotzdem ist zum Schutze des deutschen Urkundenwesens die Legalisation abzulehnen, wenn es sich offenkundig um eine inhaltlich unrichtige oder unvollständige Urkunde handelt. Um eine Ablehnung der Legalisation zu vermeiden, empfiehlt sich daher bereits bei Ausstellung der Urkunde darauf zu achten, dass diese korrekt und vollständig ist. Ein Abgleich kann beispielsweise über die auf der Internetseite der Botschaft eingestellten Musterurkunden erfolgen.

2. Einholung der Vorbeglaubigung

Bevor die Legalisation durch die Botschaft vorgenommen werden kann, muss die Urkunde vorbeglaubigt werden:

a. Personenstandsurkunden

Die zuständige Stelle für die Vorbeglaubigung algerischer Personenstandsurkunden (z.B.  Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden) ist das algerische Außenministerium. Bitte   beachten Sie, dass ab November 2019 keine Vorbeglaubigung der Daira/ Wilaya mehr  einzuholen ist. Zu legalisierende Personenstandsurkunden müssen als vollständige,   französischsprachige Registerabschrift vorgelegt werden. Eine deutsche Übersetzung ist  nicht vorzulegen.

b. Gerichtliche Urteile, Notarielle Urkunden und Führungszeugnisse

Gerichtliche Urteile, notarielle Urkunden und Führungszeugnisse müssen zunächst durch das zuständige Amtsgericht vorbeglaubigt und anschließend durch das algerische Außenministerium überbeglaubigt werden. Gerichtlichen Urteilen (z.B. Ehe- und Scheidungsurteile) oder notariellen Urkunden (z.B. Eheverträge) muss eine deutsche oder französische Übersetzung eines vereidigten Übersetzers beigefügt werden.

c. Folgende Dokumente werden von der Botschaft nicht legalisiert :

- Ledigkeitsbescheinigungen (fiche individuelle / certificat de non-mariage)
- Wohnsitzbescheinigungen (certificat de résidence)
- algerische schulische oder akademische Urkunden (Abiturzeugnisse, Hochschulabschlüsse, Notenaufstellungen usw.)
- Übersetzungen

3. Legalisation durch die Botschaft Algier

Für die Antragstellung benötigen Sie einen Termin. Antragstellende, die einen Termin zur Einholung einer Legalisation vereinbaren möchten, können sich in der Termin-Warteliste der Botschaft registrieren. Die Mitteilung über den Zeitpunkt Ihres endgültigen Termins wird Ihnen ca.1-2 Wochen vor dem Termin an die bei Registrierung hinterlegte E-Mail Adresse übersandt. Bitte sehen Sie von Terminanfragen per Telefon oder E-Mail ab.

Der Antrag auf Legalisation von Urkunden muss durch den Urkundeninhaber oder eine von ihm schriftlich bevollmächtigte Person persönlich bei der Botschaft eingereicht werden. Bevollmächtigte müssen - abgesehen von der zu legalisierenden und bereits mit der Vor- und Überbeglaubigung versehenen Urkunde - folgende Unterlagen vorlegen:

  • eine Kopie der signierten französisch- oder deutschsprachigen Vollmacht des Urkundeninhabers (Die Unterschrift sollte auf der entsprechenden Vollmacht von der zuständigen algerischen Auslandsvertretung in Deutschland beglaubigt werden).
  • eine Kopie des Passes bzw. Personalausweises des Urkundeninhabers
  • eine Kopie des Aufenthaltstitel des Urkundeninhabers (bei Aufenthalt in Europa)

Die Gebühr nach dem Auslandskostengesetz beträgt für Personenstandsurkunden z.Zt. 25,- EUR und für Urteile und Verträge 45,- EUR. Die Gebühr ist bei Antragstellung in algerischen Dinar jeweils zum aktuellen Tageskurs der Zahlstelle der Botschaft Algier zu entrichten. Es ist nur Barzahlung möglich.

Die Ausgabe der legalisierten Urkunde(n) erfolgt in der Regel am Tag der Vorsprache.

4. Übersicht über die vorzulegenden Dokumente:

  • Korrekt ausgestellte, vorlegalisierte Urkunde im Original (die Gültigkeitsdauer algerischer Personenstandsurkunden für deutsche Behörden beträgt 6 Monate)
  • Ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular
  • Reisepass oder anderes gültiges Identitätsdokument des Urkundeninhabers (kein Führerschein)
  • Kopie des Aufenthaltstitels, der Duldung oder Aufenthaltsgestattung des Urkundeninhabers (bei Aufenthalt im Ausland)
  • Im Falle einer Heiratsurkunde: Kopie des Reisepasses beider Eheleute
  • Im Falle einer Geburtsurkunde mit Eintragung der Ehe: Heiratsurkunde
  • Im Falle von Vorehen: Scheidungsurteile
  • Im Falle von arabischsprachigen Urteilen oder eines Führungszeugnisses: eine deutsche oder französische Übersetzung
  • Bei Vorsprache eines Bevollmächtigten zusätzlich:

 (1) durch algerische Auslandsvertretung beglaubigte Vollmacht in französischer Sprache
 (2) Original Pass oder Personalausweis der vorsprechenden Person (kein Führerschein)

Die Botschaft behält sich vor, im Einzelfall weitere Dokumente anzufordern.

Haftungsausschluss: Alle oben gemachten Angaben beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen der Botschaft zum Zeitpunkt der Abfassung. Für deren Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.

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